
29. August bis 8. November 2026«Orte ohne besondere Lagequalitäten»Versuch einer Neubewertung der ISOS-Ortsbildaufnahmen von 1981
Das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) entstand als Reaktion auf das rapide Städtewachstum der Nachkriegszeit und die daran geknüpfte Sorge um den Verlust historischer Siedlungsstrukturen. Das Inventar wird in den 1970er-Jahren angelegt, um systematisch die „wertvollsten“ Ortsbilder des Landes zu identifizieren und deren Bewahrung zu sichern.
Zu einem Ortsbild gehören neben den blossen Bauten auch Strassenverläufe, Plätze, Gärten, Parks und Kulturland. Zur Beurteilung wurden zahlreiche fotografische Aufnahmen aus dem Fussgänger- und Strassenraum gemacht. Der Bund beurteilte 6000 Ortsbilder und befand ca. 1200 von ihnen als „national bedeutsam“. Das ISOS spiegelt insofern den Schweizer Blick der 1970er-Jahre auf das eigene Land wider. Es bannt ein Idealbild der Schweiz, mit pittoresken mittelalterlichen Städten und von der Landwirtschaft geprägten idyllischen Dörfern.
Die Agglo-Gemeinden hatten in diesem Bild der Schweiz keinen Platz. Die Ölkrise, die Warnungen des Club of Rome und das Europäische Denkmalschutzjahr von 1975 führten in der Bevölkerung zunehmend zu einer Abschwächung der Wachstumsmentalität und einer Entfremdung gegenüber der zeitgenössischen Architektur, die gerade in den expandierenden Agglomerationsgemeinden stark vertreten war. Die Agglo galt als hässlich, unwirtlich, störend und wurde bezüglich ihrer baulichen Entwicklung der Raumplanung und nicht dem Denkmalschutz überlassen. Die Gemeinden, in denen also die meisten Menschen lebten und die am stärksten wuchsen, wurden im Rahmen der Inventarisierung als “Orte ohne besondere Lagequalitäten” deklariert.
Die von Gerold Kunz und Manuel Medina González kuratierte Ausstellung unternimmt nun am Beispiel der Luzerner Agglomerationsgebiete Emmen, Emmenbrücke, Horw und Kriens eine Neusichtung des ISOS-Fotobestandes: Welche Kriterien galten damals? Welche Wirkung hatten diese Einstufungen auf die weitere Entwicklung der Orte? Auf das Selbstverständnis der Menschen, die dort leben? Ermöglicht ein Blick zurück in das fotografische Inventar etwa eine Neubewertung der Agglomeration?
Ergänzt wird diese Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Architekturprojekten aus den Luzerner Gemeinden, die neue Tendenzen im Umgang mit der Agglomeration zeigen.
Das Museum im Bellpark ist ein Kulturengagement der Stadt Kriens, unterstützt durch Kulturförderung LuzernPlus und Raiffeisenbank Pilatus.
Mit Projekten von: Cometti Truffer Hodel, Luzern; Deon, Luzern; EM2N, Zürich; felderfendt, Zürich; Gut Deubelbeiss Nill, Luzern; Haltmeier Kister, Zürich; Jäger Charpié, Luzern; Lütolf und Scheuner, Luzern; Lussi Partner, Luzern; Mai/André Murer, Luzern/Stans; Elia Malevez, Luzern; Pool, Zürich; Scheitlin Syfrig, Luzern; Tilla Theus, Zürich; Tschuppert, Luzern; Unit, Hergiswil.
Bildernachweis: Auszug aus dem ISOS-Inventar, 1981. © Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege: Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz / © Bundesamt für Kultur, Bern
Veranstaltungen
Oktober
Veranstaltungsdetails
Florian Stroh und sein Architekturbüro studio ne waren zwischen 2023 und 2025 im Sinne eines "sensiblen Weiterbauens" mit der Transformation des ehemaligen Fotostudio Frei betraut. Als absoluter Kenner des Hauses
Veranstaltungsdetails
Florian Stroh und sein Architekturbüro studio ne waren zwischen 2023 und 2025 im Sinne eines „sensiblen Weiterbauens“ mit der Transformation des ehemaligen Fotostudio Frei betraut. Als absoluter Kenner des Hauses hat Stroh gemeinsam mit dem Museum im Bellpark die Ausstellung „Fotostudio Frei von Herzog & de Meuron. Geschichte eines Hauses“ erarbeitet. Am 10. Oktober führt Florian Stroh gemeinsam mit Museumsleiter Hilar Stadler dialogisch durch die Ausstellung im Museum im Bellpark. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Teilnahme (inkl. Ausstellungseintritt): 12 / 10 CHF
Die angekündigte Buchpräsentation mit Florian Stroh wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Zeit
(Samstag) 17:15
Ort
Museum im Bellpark
Luzernerstrasse 21, 6011 Kriens
Veranstaltungsdetails
Florian Stroh und sein Architekturbüro studio ne waren zwischen 2023 und 2025 im Sinne eines "sensiblen Weiterbauens" mit der Transformation des ehemaligen Fotostudio Frei betraut. Als absoluter Kenner des Hauses
Veranstaltungsdetails
Florian Stroh und sein Architekturbüro studio ne waren zwischen 2023 und 2025 im Sinne eines „sensiblen Weiterbauens“ mit der Transformation des ehemaligen Fotostudio Frei betraut. Als absoluter Kenner des Hauses hat Stroh gemeinsam mit dem Museum im Bellpark die Ausstellung „Fotostudio Frei von Herzog & de Meuron. Geschichte eines Hauses“ erarbeitet. Am 17. Oktober haben wir die Chance das tatsächliche Fotostudio Frei von Herzog & de Meuron in Weil am Rhein mit Florian Stroh zu besichtigen, der uns durch das Haus führen wird. Anschliessend findet ein Apéro stattt. Wir treffen uns direkt beim Fotostudio Frei an der Riedlistraße 41 in Weil am Rhein. Tram 8 bis Riedlistr./Kesselhaus.
Teilnahme: 12 / 10 CHF. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Ihre Anmeldung via museum@bellpark bis zum 10. Oktober 2026.
Zeit
(Samstag) 14:00
Ort
Weil am Rhein
Veranstaltungsdetails
Rundgang mit den Kuratoren der Ausstellung "Orte ohne besondere Lageqalitäten", Gerold Kunz und Manuel Medina Gonzalez, sowie den Gästen Lucia Gratz (Architektin und Redaktorin bei Werk, Bauen und Wohnen, Zürich)
Veranstaltungsdetails
Rundgang mit den Kuratoren der Ausstellung „Orte ohne besondere Lageqalitäten“, Gerold Kunz und Manuel Medina Gonzalez, sowie den Gästen Lucia Gratz (Architektin und Redaktorin bei Werk, Bauen und Wohnen, Zürich) und Prof. Dr. Torsten Lange (Architekturhistoriker und Leiter Institut Architektur IAR an der HSLU T&A, Horw).
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Teilnahme (inkl. Ausstellungseintritt) 12 / 10 CHF
Zeit
(Samstag) 12:15
Ort
Museum im Bellpark
Luzernerstrasse 21, 6011 Kriens
Veranstaltungsdetails
Rundgang mit den Kuratoren der Ausstellung "Orte ohne besondere Lageqalitäten", Gerold Kunz und Manuel Medina Gonzalez, sowie den Gästen Ariane Widmer Pham (Architektin und Urbanistin, Genf) und Philippe Koch (Soziologe
Veranstaltungsdetails
Rundgang mit den Kuratoren der Ausstellung „Orte ohne besondere Lageqalitäten“, Gerold Kunz und Manuel Medina Gonzalez, sowie den Gästen Ariane Widmer Pham (Architektin und Urbanistin, Genf) und Philippe Koch (Soziologe und Delegierter Wohnen, Zürich).
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Teilnahme (inkl. Ausstellungseintritt) 12 / 10 CHF
Zeit
(Samstag) 12:15
Ort
Museum im Bellpark
Luzernerstrasse 21, 6011 Kriens

















