MUSEUM IM BELLPARK KRIENS - Luzernerstrasse 21 - CH-6011 Kriens - Telefon 041 310 33 81
 



Ausstellungsdauer

16. März 2008 bis 22. Februar 2009

Eröffnung: Samstag, 15. März 2008, 17 Uhr
Museum im Bellpark Kriens

Donnerstag, 18. September 2008, 19.30 Uhr, Museum im Bellpark Kriens
Werkstattgespräch mit Musik rund um die Halszither
Enrico Limacher, Instrumentenbauer Luzern, bietet Einblicke in die Geheimnisse rund um die Entstehung einer Halszither. Marcel Renggli, Sammler Hergiswil, stellt das Instrument musikalisch vor.

Samstag, 25. Oktober 2008, 20 Uhr, Museum im Bellpark Kriens
Zwei Konzerte rund um die Halszither

Echo vom Locherguet
mit Heinrich Bösch (Schwyzerörgeli, Handorgel), Werner Schläpfer (Oboe, Schalmei, Kerbenflöte, Mandoline, Trümpi), Hannes Spillmann (Geige, Halszither, Bratsche), Louis Bisig (Bassgeige, Tuba). Echo vom Locherguet spielt urchig-alte und neu-gemischte Volksmusik mit zwölf verschiedenen Instrumenten zwischen Atlantik und Muotatal, zwischen Säuliamt und Kriens.

Thomas Keller & Dide Marfurt
Dide Marfurt (Busuki, Tamburiza, Dobro, Helvetische Sackpfeife, Drehleier, Bodhran) und Thomas Keller (Halszither, Häxeschit, Mundharmonika). Das Duo bietet Schweizer Volksmusik im Kontext der Zeit, lustvoll interpretiert und originell instrumentiert
Eine spannende musikalische Reise, die das heimisch Vertraute plötzlich wieder fremd klingen lässt!


Sonntag, 7. Dezember 2008, 20 Uhr, Museum im Bellpark Kriens
HalszitHer-Konzert am «Weihnachtsmarkt im Bellpark Kriens
Die Chrienser Huusmusig
mit Rösli Wallimann (Konzertzither), Paul Bolzern (Halszither), Seppi Lütolf (Mandola), Werner Stutz (Gitarre), Seppi Töngi (Bassgeige) spielt während des Weihnachtsmarktes Kriens im Museum im Bellpark.
Türkollekte


Freitag, 6. Februar 2009, 19.30 Uhr, Museum im Bellpark Kriens
Halszither-Musik-Abend «Jugend spielt»
Beitrag zum 50-Jahre-Jubiläum der Musikschule Kriens
Es spielen Formationen der Musikschule Kriens. Programm nach Ansage.
Türkollekte

Mi bis Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr

Partner

Ein Kulturengagement der Gemeinde Kriens.
Unterstützt den Kanton Luzern
und den Fuka-Fonds der Stadt Luzern.

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Die Tradition der Krienser Halszither gehört zusammen mit der Fasnacht und anderen volkstümlichen Bräuchen zu den Besonderheiten von Kriens. Und doch war bisher über den Ur-sprung und die Geschichte des Instruments nur wenig bekannt. Der Sammler Marcel Renggli hat vor rund zehn Jahren damit begonnen, die Spuren dieser Entwicklung zu verfolgen und zu dokumentieren. Seine Nachforschungen ermöglichen es, die Geschichte der Krienser Halszither nun in einem grösseren Zusammenhang darzustellen.

Ende des 19. Jahrhunderts löste Samuel Rodel eine neue Entwicklung im heimischen Instru-mentenbau aus. Die erste bekannte Krienser Halszither ist im Jahr 1883 entstanden. Rodels Instrumente waren in den Bauern- und Bürgerfamilien der Gemeinde, aber auch in der übrigen Innerschweiz begehrte Stücke. Seither wird die Halszither in Kriens gepflegt und von verschiedenen Familienkapellen und Formationen gespielt.

Das Musizieren mit der Krienser Halszither ist bis heute eine gelebte Tradition geblieben, die in den letzten Jahren neue Impulse erhalten hat. Das Instrument wird beispielsweise an der Musikschule Kriens unterrichtet. Das Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung lässt mit Konzerten heimischer Formationen diese Tradition des Musizierens aufleben und stellt gleichzeitig die neuen Interpretationen einer jüngeren Generation vor.

Die Ausstellung «Die Krienser Halszither» wurde erstmals im ehemaligen Kapuzinerkloster anlässlich des 10. Eidgenössischen Ländlermusikfestes in Stans gezeigt und ist in Zusammen-arbeit und unter dem Patronat des Nidwaldner Museum entstanden. Die Übernahme durch das Museum im Bellpark konzentriert sich noch stärker auf die hiesige Entwicklung und stellt anhand von ausgesuchten Sammelstücken, Fotografien und Hörbeispielen die Geschichte der Krienser Halszither dar. Der Instrumentenbauer Enrico Limacher gewährt uns anhand von Werkstücken Einblick in den Entstehungs-prozess eines Instruments und zeigt gleichzeitig auf, dass die Krienser Halszither auch als Instrument eine Zukunft hat.

Hilar Stadler
Leiter Museum im Bellpark